Bericht: Social Media Conference Tag 2 – Strategie und Social CRM

 Social Media Strategie und Implementierung


Die diesjährige 3te Social Media Conference in Hamburg nahm sich unternehmensinterner  Social Media Themen an. Es ging unter anderem um Markenbildung und -führung in Social Media, Monitoring der  Aktivitäten, Social Commerce und Social CRM.

Die Konferenz bot einen guten Reality Check und Abgleich der eigenen Aktivitäten mit den Ergebnissen anderer Unternehmen in Social Media. Über einige für uns interessante Themen wollen wollen hier berichten.

Markenbildung und -führung in Social Media


Die am ersten Tag vorgestellten Social Media Kampagnen, über die wir im Digital Media Women Blog berichtet haben, liefern die folgenden Learnings, die wir als Empfehlungen formulieren wollen:

  • Social Media Kampagnen sollten immer in Zusammenarbeit mit den bisherigen Marketing- und PR-Aktivitäten geplant werden
  • klassische Medien tun gute (wenn nicht notwendige) Dienste als Katalysatoren z.B. einer Facebook Kampagne. So sollten Pressemeldungen oder Interviews bzw. Fachartikel in Printmedien auf die Kampagne hinweisen.
  • Crowdsourcing: Lasst den User mitmachen. Zum Beispiel: den Claim mitentwerfen, die Jubiläumsgeschenke mitbestimmen usw. usf.
  • Aufmerksamkeitsgeschenke: “Fan des Monats” beispielsweise, kommt immer gut an

Strategie und Taktik


Der m.E. beste Vortrag der Konferenz kam von Bonprix. Markus Fuchshofen legte in einer klaren gut strukturierten Weise dar, wie Bonprix seit 2007 das Thema Social Media in die Unternehmensprozesse integriert. So wurden zunächst 2 Jahre Erfahrungen gesammelt.

“Rezensionen, ist eines der wichtigsten Themen, die man machen kann”

Jedes Jahr kommen 1 Million neue Kundenrezensionen hinzu und bilden einen wichtigen Bestandteil der Website. Seit 2009 verwendet Bonprix auch Facebook und hat nach 2 Jahren des Probierens, 2011 die Fanpage planvoll eingesetzt. Der Lohn: Über 80.000 generisch gewachsene Fans (denn Fuchshofen hält wenig von Fankauf oder Gewinnspielen), 1.500 Interaktionen und 100 Nutzerposts am Tag. Der Content verteilt sich auf 80% Produkt-, 10% Service- und 10% Alltagsmeldungen. Fuchshofen machte deutlich dass Bonprix ein kundenzentriertes Unternehmen geworden ist, welches auf Empathie, Transparenz und Schnelligkeit setzt.

Werte bei Bonprix @SMConf

Einige Learnings aus diesem Vortrag:

  1. Social Media benötigt Ressourcen (Inhalte), Mitarbeiter und Budget
  2. Emapthe ist gefragt: Fans wollen beachtet, ernst genommen und verstanden werden
  3. Social Media ist umso erfolgreicher, je gemeinschaftlicher es aus dem Unternehmen heraus betrieben wird
  4. Was messbar ist messen – der ROI sollte bei dem was man in social Media tut im Auge behalten werden
  5. wenn Schwachstellen ans Licht kommen, dann entstehen sie nicht in Social Media, sondern waren schon vorher da

Trends

Andere Vorträge behandelten das Potenzial (und Ergebnis) von Gamification-Funktionen in Facebook Kampagnen, wie der Einsatz von Badges im Like Lounge Programm von Payback. Über neue Werbemöglichkeiten im Social Media Umfeld von Prominenten referierte Frank Mühlenbeck von Brain Injection, einem Social Media Beratungsunternehmen, das er gemeinsam mit dem Moderator des Tages Prof. Dr. Klemens Skibicki betreibt. Auf Plattformen wie ad.ly, whosay.com oder dem deutschen Pendent Blissany könne man Facebookposts oder Tweets von Prominenten kaufen und Prominente als Online-Empfehler für Produkte engagieren. Denn: “Echte Fans findet man bei den Stars”.
Und schliesslich referierte Ibrahim Evsan, der Gründer von sevenload.com und Fliplife.com ganz ohne Folien über den Social Learning Trend.

Tweet Impressionen der Teilnehmer via Hashtag#SMConf

Und  einige Aussagen der Speaker auf der Social Media Conference 2012, zusammengestellt als Poster.

XINGLinkedInEvernotePinterestDiggRedditStumbleUponWebnewsMister-WongYiGGDeliciousDiigoArtikel empfehlen